Veranstaltungen und Neues

Gilbert Kaplan

22.06.2017 | Gustav Mahlers Mäzene und Wegbereiter | Teil 4: In memoriam Gilbert E. Kaplan

Wir laden Sie herzlich ein zu der vierten Veranstaltung in der Reihe

Gustav Mahlers Mäzene und Wegbereiter:

In Memoriam Gilbert E. Kaplan

(* 3.3.1941 New York City, † 1.1.2016 NYC)

am Donnerstag, 22. Juni 2017, 19.30 Uhr

Amerikazentrum Hamburg, Am Sandtorkai 48, 20457 Hamburg

Laudatio: Peter Krause.

Auf dem Programm stehen weiter

  • ein Ausschnitt aus Kaplans Dirigat der 2. Symphonie von Gustav Mahler,
  • die Vorstellung des Faksimiles der Partitur von Mahlers Zweiten Symphonie aus dem Nachlass von Gilbert Kaplan
  • Erinnerungen an Gilbert Kaplan:
    Emily Margareta Kaplan (Tochter)
    Prof. Evelinde Trenkner
    Ingeborg Steifensand/ Dr. Albrecht Schultze.

Die Original-Partitur der 2. Symphonie und die präsentierte Faksimile - Prachtausgabe stammen beide aus dem Nachlass des amerikanischen Wirtschaftswissenschafters und Geschäftsmannes Gilbert Kaplan. Dieser war von Mahlers Zweiter Sinfonie nach einem Konzert in der New Yorker Carnegie Hall 1965 so tief beeindruckt, dass er unermüdlich daran arbeitete, als Dirigent das Stück mit den renommiertesten Orchestern der Welt aufzuführen. Sein Traum wurde Wirklichkeit: Insgesamt über 100 Mal dirigierte er über drei Jahrzehnte lang diese Sinfonie, und auch nur diese Sinfonie. Der Erwerb der Original-Partitur der Zweiten 1984 stellte einen Höhepunkt in Kaplans Leben dar.

Die Original-Partitur wurde Ende November 2016 bei Sotheby’s in London für den Rekorderlös von umgerechnet 5,3 Millionen Euro versteigert, das Faksimile machte die Kaplan Foundation auf Initiative von Marcela Silva (Kaplan Foundation) der Gustav Mahler Vereinigung im Februar dieses Jahres zum Geschenk. Die Mahler Vereinigung dankt Frau Silva  sehr herzlich für dieses wunderbare Exponat für das neue Mahler Museum.

Die Mahler Vereinigung ehrt Gilbert Kaplan als großen Mahlerianer mit dieser Veranstaltung. Sein wegweisendes Engagement für Mahler wird unvergessen bleiben.

Der Briefwechsel zwischen Gustav Mahler und Willi Birrenkoven

Willi Birrenkoven - Unbekannter Fotograf. Aus: Dietmar Möller: Unser Oldenfelde. Bürgerverein Oldenfelde

07.05.2017 | 17 Uhr: "Ich meine es gut mit Ihnen" - Der Briefwechsel zwischen Gustav Mahler und Willi Birrenkoven

Wir laden  Sie herzlich ein zu einer Lesung aus Briefen von

Gustav Mahler und Willi Birrenkoven

Ein Trauerspiel in 30 Briefen

Konzept, Briefauswahl und Moderation: Franz Willnauer

Lesung der Briefe: Achim Buch und Gerd Wameling

Ort: Gartensaal Heine Haus Elbchaussee 31

Sonntag, 07. Mai 2017 | 17 Uhr

Eintritt: 10,-€ ; ermäßigt: Vereinsmitglieder, Schüler und Studenten: 5,-€

Anmeldung (empfohlen) unter: 040/890 75 18 (Ingeborg Steifensand)

Eine Kooperation der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg mit dem Verein Heine Haus.

 

Mahler hatte während seiner Zeit als erster Kapellmeister am Hamburger Stadttheater von 1891-97 den Sänger Wilhelm Birrenkoven (1865-1955), der damals zu seinem Ensemble zählte, als große Begabung kennen und schätzen gelernt. 1894 bereitete er Birrenkoven auf Bitten von Cosima Wagner für die Rolle des Parsifal vor, und nach den ersten Proben in Bayreuth ließ Cosima ihm ausrichten, dass niemals ein Vertreter die Rolle so vortrefflich einstudiert hätte. Begeistert von Birrenkovens Gesangskünsten übergab Cosima ihm anschließend auch die Rolle des Lohengrin. – Mahler indessen, seit 1897 Direktor der Wiener Hofoper, hatte mit seiner Abwerbung keinen Erfolg: Birrenkoven blieb am Hamburger Stadttheater, wo er seit 1901 eine jährliche Spitzengage von 25.000 Goldmark verdiente.

Foto: Manfred Schaefer

22.04.2017 | Lange Nacht der Museen - „Mahler und seine Leidenschaft für das Fahrrad-Fahren“

Das Mahler Museum wird zwar erst am 21. März 2018 eröffnet, trotzdem macht die Mahler Vereinigung bei der Langen Nacht der Museen 2017 schon mit (zusammen mit den anderen bereits existierenden Museen des KomponistenQuartiers in der Peterstraße in Hamburgs Neustadt). „Mahler und seine Leidenschaft für das Fahrrad-Fahren“ wird der Schwerpunkt des Abends sein.

Dieses Thema mag zunächst überraschend klingen. Mahlers bevorzugtes Verkehrsmittel war jedoch tatsächlich das Fahrrad, das damals (1895) in Hamburg in Mode kam, nachdem es zuvor bereits England und Holland erobert hatte. Radfahren erfreute sich so großer Beliebtheit, dass z. B. sogar spezielle Rennbahnen für Radfahrer gebaut wurden, auch am Grindelberg, ganz in Mahlers Nähe. Fahrradfahren wurde für Mahler ein Therapeutikum gegen Berufsstress. In einer Notiz an den Musikkritiker Wilhelm Zinne, der mit ihm die Leidenschaft fürs Radfahren teilte und ihm das Fahren auch beibrachte, schrieb Mahler: „Ich errege allgemeine Bewunderung auf meinem Rad. Ich scheine wirklich geradezu für das Rad geboren zu sein und werde bestimmt noch einmal zum Geheimrad ernannt werden.“ Auf seinem „Velociped“ wurde Mahler zu einem wahren „Straßen-Durchmesser“ in Hamburg.

Ein wichtiges Exponat im neuen Mahler Museum wird daher ein historisches Fahrrad sein, welches dem von Gustav Mahler benutzten sehr ähnlich ist und aus England stammt.

Bei der Präsentation in der Langen Nacht der Museen wird in informativen und lebendigen Beiträgen mit zahlreichen Fotos ein Stück Mahler- und Fahrradgeschichte beleuchtet und das historische Fahrrad gezeigt. Peter Lange (Mitglied der Mahler Vereinigung) gestaltet die Lange Nacht.

In der 17. Langen Nacht der Museen in Hamburg am 22. April 2017 laden 54 große und kleine Häuser unter dem diesjährigen Motto „Wir präsentieren Stars & Sternchen“, Besucherinnen und Besucher dazu ein, Museumsstars für sich zu entdecken. Für die persönliche Museumsroute stehen Busshuttle ab Deichtorplatz sowie Alsterdampfer, Elbbarkassen und StadtRad-Leihräder zur Verfügung.

Beginn: 18 bis 2 Uhr, ab 18 Uhr jeweils zur vollen Stunde, letzter Vortrag um 24 Uhr

Ort: Niederdeutsches Museum, Peterstraße 36, 20355 Hamburg

Eintritt: frei.