Veranstaltungen und Neues

v.l.n.r.: Achim Buch, Franz Willnauer, Gerd Wameling; Foto: Gabriele Bastians

Kurzweilige Lesung: Gustav Mahler und Willi Birrenkoven – Ein Trauerspiel in 30 Briefen

An diesem vergnüglichen Nachmittag im Heine Haus am 7. Mai kamen Mahlerianer und Freunde von Lesungen gleichermaßen auf ihre Kosten: Die Schauspieler Achim Buch (Hamburg) und Gerd Wameling (Berlin) entfalteten gekonnt das „Trauerspiel in 30 Briefen“, in dem Gustav Mahler versuchte, Willi Birrenkoven, einen der zu der Zeit renommiertesten Tenöre, von Hamburg nach Wien zu engagieren. Die Lesung wurde von Franz Willnauer, österreichischer Theaterwissenschaftler und Buchautor, konzipiert und in klugen Hintergrund- und Ergänzungstexten zu einem wunderbaren Ganzen gemacht, in dem auch erhellende Schlaglichter auf Mahlers Aufgaben als Direktor der Wiener Hofoper abseits seines künstlerischen Wirkens geworfen werden.

Gilbert Kaplan

22.06.2017 | Gustav Mahlers Mäzene und Wegbereiter | Teil 4: In memoriam Gilbert E. Kaplan

Wir laden Sie herzlich ein zu der vierten Veranstaltung in der Reihe

Gustav Mahlers Mäzene und Wegbereiter:

In Memoriam Gilbert E. Kaplan

(* 3.3.1941 New York City, † 1.1.2016 NYC)

am Donnerstag, 22. Juni 2017, 19.30 Uhr

Amerikazentrum Hamburg, Am Sandtorkai 48, 20457 Hamburg

Laudatio: Peter Krause.

Auf dem Programm stehen weiter

  • ein Ausschnitt aus Kaplans Dirigat der 2. Symphonie von Gustav Mahler,
  • die Vorstellung des Faksimiles der Partitur von Mahlers Zweiten Symphonie aus dem Nachlass von Gilbert Kaplan
  • Erinnerungen an Gilbert Kaplan:
    Emily Margareta Kaplan (Tochter)
    Prof. Evelinde Trenkner
    Ingeborg Steifensand/ Dr. Albrecht Schultze.

Die Original-Partitur der 2. Symphonie und die präsentierte Faksimile - Prachtausgabe stammen beide aus dem Nachlass des amerikanischen Wirtschaftswissenschafters und Geschäftsmannes Gilbert Kaplan. Dieser war von Mahlers Zweiter Sinfonie nach einem Konzert in der New Yorker Carnegie Hall 1965 so tief beeindruckt, dass er unermüdlich daran arbeitete, als Dirigent das Stück mit den renommiertesten Orchestern der Welt aufzuführen. Sein Traum wurde Wirklichkeit: Insgesamt über 100 Mal dirigierte er über drei Jahrzehnte lang diese Sinfonie, und auch nur diese Sinfonie. Der Erwerb der Original-Partitur der Zweiten 1984 stellte einen Höhepunkt in Kaplans Leben dar.

Die Original-Partitur wurde Ende November 2016 bei Sotheby’s in London für den Rekorderlös von umgerechnet 5,3 Millionen Euro versteigert, das Faksimile machte die Kaplan Foundation auf Initiative von Marcela Silva (Kaplan Foundation) der Gustav Mahler Vereinigung im Februar dieses Jahres zum Geschenk. Die Mahler Vereinigung dankt Frau Silva  sehr herzlich für dieses wunderbare Exponat für das neue Mahler Museum.

Die Mahler Vereinigung ehrt Gilbert Kaplan als großen Mahlerianer mit dieser Veranstaltung. Sein wegweisendes Engagement für Mahler wird unvergessen bleiben.

Foto: Wolfgang Cords

Frühjahr/Sommer 2017| Stadt-Rundgang: „Auf Spuren Gustav Mahlers in Hamburg“

  • Anmeldung:

news@gmvh.de 

  • Termine: 

 

1) Geschlossene Veranstaltungen:

 

 

Sonntag, den 11. Juni 2017 (Schultze)

Treffpunkt KomponistenQuartier, 14:30 Uhr

(Freundeskreis des Philharmonischen Staatsorchesters)

 

2. Öffentliche Führungen:

 

Sonntag, den 2. Juli 2017 (Wilde)

Treffpunkt KQ 14:30

Sonntag, den 16. Juli 2017 (Schultze)

Treffpunkt KQ 10:30

 

Sonntag,den 6. August 2017 (Schultze)

Treffpunkt KQ 14:30

Sonntag, den 20. August 2017 (Wilde)

Treffpunkt KQ 14:30

  • Gebühr:

10,- € pro Person in bar (Schüler/Studenten 5,- €) zu Gunsten der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg

Eine Veranstaltung der Gustav Mahler Vereinigung e.V., Hamburg in Kooperation mit dem Komponistenquartier Hamburg .

Gustav Mahler wirkte von 1891-1897 in der Hansestadt, er zog mehrfach innerhalb der Stadt um, besuchte gelegentlich den Salon der Henriette Lazarus, Esplanade 37 (das Gebäude hat sich erhalten), hatte wichtige Freunde, deren Wohnorte noch bekannt sind, mit denen er sich im Alsterpavillon, in Schümanns Austernkeller, Jungfernstieg 36, neben dem Streits Hotel (Nr. 38) oder im Wiener Café, Ecke Colonnaden/ Neuer Jungfernstieg 5 traf. Er war Chefdirigent („Erster Kapellmeister“) am Stadt-Theater in der Dammtorstraße, dirigierte auch am Altonaer Theater in der Königstraße (heute an anderer Stelle), hatte Konzertauftritte im legendären Conventgarten in der Fuhlentwiete (ab 1891 Kaiser-Wilhelm-Str. 28) und im Concerthaus Hamburg (Gebr. Ludwig), Helgoländer Allee, sozusagen auf der Reeperbahn!

Zwei Gastspiele führten ihn noch einmal 1905 und 1908 nach Hamburg. Zuletzt konzertierte er dabei ein einziges Mal in der 1908 gerade neu erbauten Musikhalle (Laeiszhalle).

Der zu Fuß zurückzulegende Rundgang durch Hamburg streift den Ort seiner Inspiration zur Vollendung der Auferstehungssymphonie (St. Michaelis), den Ort seiner Taufe (St. Ansgar in der Neustadt), Hotels in denen er anfänglich abstieg, sowie Speise-Lokale, wo er zum Essen gerne hinging. Mit vielen Hinweisen auf seine Freunde und Bekannten in Hamburg gibt der Rundgang Einblicke in das Leben des großen Dirigenten und Komponisten. Mahler war auch ein passionierter Fahrradfahrer. Heute gibt es in Hamburg einen Gustav-Mahler-Platz und einen Gustav-Mahler-Park, der auf unserem Weg liegt.

Der zweieinhalbstündige Stadtrundgang wird an mehreren Terminen fortlaufend angeboten. Der Stadtrundgang findet statt, wenn mindestens 5 interessierte Personen angemeldet sind oder nach Vereinbarung auch ganz individuell.

 

Konzept: Dr. Dieter Wilde und Dr. Albrecht Schultze (unter beratender Mithilfe von Helmut Brenner)

Dr. Dieter Wilde ist Historiker und Gästeführer. Mitglied der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg. Er hat sich intensiv mit Gustav Mahlers Leben, seinen damaligen Hamburger Mitmenschen und seinem Hamburger Wirken beschäftigt. Von ihm stammt auch die Idee und Initiative zu diesem Stadtrundgang.

Dr. Albrecht Schultze ist Internist/Kardiologe und arbeitet seit Jahren im Vorstand der Gustav Mahler Vereinigung und dem Verein Heine Haus für das kulturelle Leben Hamburgs ehrenamtlich. Sein Arbeitsschwerpunkt ist in den letzten Jahren der inhaltliche Aufbau und die Konzeption des neuen Gustav Mahler - Museums im Hamburger KomponistenQuartier geworden.

Helmut Brenner: geboren 1948 in Neuss, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den künstlerischen Strömungen des Wiener Fin de Siècle. Seit 2006 freischaffender Publizist, Redakteur der deutschen Ausgabe der Familienbriefe Mahlers („Liebste Justi!“, 2006), Mitarbeit am Katalog zu den Mahler-Ausstellungen 2010 und 2011 in Wien und München. Er lebt in Meerbusch bei Düsseldorf. Herausgeber/Autor der beiden Standardwerke

Helmut Brenner/Reinhold Kubik: Mahlers Menschen: Freunde und Weggefährten, Residenzverlag, Salzburg 2014 und

Helmut Brenner/Reinhold Kubik: Mahlers Welt: Die Orte seines Lebens, Residenzverlag, Salzburg 2011.