Veranstaltungen und Neues

Foto: Wolfgang Cords

Sommer 2017| Stadt-Rundgang: „Auf Spuren Gustav Mahlers in Hamburg“

  • Anmeldung:

news@gmvh.de 

 

  • Termine: 

 

Öffentliche Führungen:

 

Sonntag,den 6. August 2017 (Schultze)

Treffpunkt KQ 14:30

Sonntag, den 20. August 2017 (Wilde)

Treffpunkt KQ 14:30

  • Gebühr:

10,- € pro Person in bar (Schüler/Studenten 5,- €) zu Gunsten der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg

Eine Veranstaltung der Gustav Mahler Vereinigung e.V., Hamburg in Kooperation mit dem Komponistenquartier Hamburg.

 

Gustav Mahler wirkte von 1891-1897 in der Hansestadt, er zog mehrfach innerhalb der Stadt um, besuchte gelegentlich den Salon der Henriette Lazarus, Esplanade 37 (das Gebäude hat sich erhalten), hatte wichtige Freunde (vom Bürgermeister Carl Friedrich Petersen über den Architekt Marin Haller, den Physiker Arnold Berliner bis zu Musikkritikern Ferdinand Pfohl und Wilhelm Zinne), deren Wohnorte noch bekannt sind, mit denen er sich im Alsterpavillon, in Schümanns Austernkeller, Jungfernstieg 36, neben dem Streits Hotel (Nr. 38) oder im Wiener Café, Ecke Colonnaden/ Neuer Jungfernstieg 5 traf. Er war Chefdirigent („Erster Kapellmeister“) am Stadt-Theater in der Dammtorstraße, dirigierte auch am Altonaer Theater in der Königstraße (das heute an anderer Stelle steht), hatte Konzertauftritte im legendären Conventgarten in der Fuhlentwiete (ab 1891 Kaiser-Wilhelm-Str. 28) und im Concerthaus Hamburg (Gebr. Ludwig), Helgoländer Allee, sozusagen auf der Reeperbahn!

Zwei Gastspiele führten ihn noch einmal 1905 und 1908 nach Hamburg. Zuletzt konzertierte er dabei ein einziges Mal in der 1908 gerade neu erbauten Musikhalle (Laeiszhalle).

Der zu Fuß zurückzulegende Rundgang durch Hamburg streift den Ort seiner Inspiration zur Vollendung der Auferstehungssymphonie (St. Michaelis), den Ort seiner Taufe (St. Ansgar in der Neustadt), Hotels in denen er anfänglich abstieg, sowie Speise-Lokale, wo er zum Essen gerne hinging. Mit vielen Hinweisen auf seine Freunde und Bekannten in Hamburg gibt der Rundgang Einblicke in das Leben des großen Dirigenten und Komponisten. Mahler war auch ein passionierter Fahrradfahrer. Heute gibt es in Hamburg einen Gustav-Mahler-Platz und einen Gustav-Mahler-Park, der auf unserem Weg liegt.

Der zweieinhalbstündige Stadtrundgang wird an mehreren Terminen fortlaufend angeboten. Der Stadtrundgang findet statt, wenn mindestens 5 interessierte Personen angemeldet sind oder nach Vereinbarung auch ganz individuell.

 

Konzept: Dr. Dieter Wilde und Dr. Albrecht Schultze (unter beratender Mithilfe von Helmut Brenner)

Dr. Dieter Wilde ist Historiker und Gästeführer. Mitglied der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg. Er hat sich intensiv mit Gustav Mahlers Leben, seinen damaligen Hamburger Mitmenschen und seinem Hamburger Wirken beschäftigt. Von ihm stammt auch die Idee und Initiative zu diesem Stadtrundgang.

Dr. Albrecht Schultze ist Internist/Kardiologe und arbeitet seit Jahren im Vorstand der Gustav Mahler Vereinigung und dem Verein Heine Haus für das kulturelle Leben Hamburgs ehrenamtlich. Sein Arbeitsschwerpunkt ist in den letzten Jahren der inhaltliche Aufbau und die Konzeption des neuen Gustav Mahler - Museums im Hamburger KomponistenQuartier geworden.

Helmut Brenner: geboren 1948 in Neuss, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den künstlerischen Strömungen des Wiener Fin de Siècle. Seit 2006 freischaffender Publizist, Redakteur der deutschen Ausgabe der Familienbriefe Mahlers („Liebste Justi!“, 2006), Mitarbeit am Katalog zu den Mahler-Ausstellungen 2010 und 2011 in Wien und München. Er lebt in Meerbusch bei Düsseldorf. Herausgeber/Autor der beiden Standardwerke

Helmut Brenner/Reinhold Kubik: Mahlers Menschen: Freunde und Weggefährten, Residenzverlag, Salzburg 2014 und

Helmut Brenner/Reinhold Kubik: Mahlers Welt: Die Orte seines Lebens, Residenzverlag, Salzburg 2011.

 

Sehrrahn Deern. Foto: Bergedorfer Schiffahrtsgesellschaft

27.08.2017 | 15 Uhr: Musikalische Barkassenfahrt von Bergedorf bis zur Elbphilharmonie auf den Spuren von Johann Adolf Hasse

Das KomponistenQuartier Hamburg lädt herzlich ein zu einer musikalischen Barkassenfahrt. Folgen Sie Johann Adolf Hasses Spuren und seiner Musik. Er wanderte seinerzeit zwecks weiterer musikalischer Ausbildung von Bergedorf nach Hamburg. Wir nehmen das Schiff und können seine wunderbare Musik unterwegs genießen.

 

Einschiffung: 14.45 Uhr.
Bergedorf, Anleger Serrahnstr. 1 (5 Min Fußweg zur S-Bahn Bergedorf)
Fahrpreis inkl. Musik und Moderation: 35 Euro

An Bord werden Kaffee, Kuchen und Getränke angeboten.

 

Die Fahrt auf der Sehrrahn-Deern beginnt in Bergedorf. Hier wurde Johann Adolf Hasse als Sohn des Kantors der Kirche St. Petri und Pauli geboren. Die Route führt über die Dove-Elbe, vorbei an Naturschutz- und Anbaugebieten, Sportboothäfen und Bootshäusern in Richtung Hamburger Hafen; dann auf der Norderelbe in die sich ständig verändernde Hafencity bis zum Anleger der Elbphilharmonie.

Mitglieder des Hasse-Ensembles bringen prächtige barocke Arien und Sonaten zu Gehör. Außerdem erfahren Sie Interessantes über das Leben des berühmten Komponisten und seine Zeit.


Mitwirkende: Tim Severloh, Altus - Claudia Cerachowitz, Flöte - Kaja Fuchs, Violine - Lea Grandt, Violoncello - Ltg. Wolfgang Hochstein, Cembalo und Moderation

 

Karten an der Museumskasse im KomponistenQuartier | Peterstraße  29 – 39 | 20355 Hamburg. Di.-So. | 10.00 – 17.00 Uhr. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

 

Kommen Sie an Bord und genießen eine entspannte Fahrt in netter Gesellschaft!

27.09.2017 | 19.30 Uhr | “Ein componierendes Ehepaar”?

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Vortrag mit Klangbeispielen

“Ein componierendes Ehepaar”?

Zur Autorschaft einer unpublizierten Liedfassung des sog. Erntelieds in der Handschrift Gustav Mahlers

am Mittwoch, den 27.09.2017 um 19.30 Uhr

Lichtwarksaal im KomponistenQuartier Hamburg, Neanderstr. 22

Referent: Prof. Dr. Jörg Rothkamm (Universität Tübingen)

Sopran: Christina Gansch (Staatsoper Hamburg)

Klavier: Cord Garben.

 

Ein Vortrag mit Klangbeispielen

In der Pariser Médiathèque Musicale Mahler werden Handschriften Gustav Mahlers von Klavierliedern aufbewahrt, die bislang seiner Ehefrau Alma Mahler zugeschrieben wurden. Sie unterscheiden sich jedoch zum Teil erheblich von den bekannten Druckfassungen. Nicht nur Vortragsangaben und Spielvorschriften sind anders, sondern teils auch Motivik, Harmonik, Länge und Form. Am weitesten weicht ein Autograph Gustav Mahlers ab, das mit der später unter den Titel Erntelied veröffentlichten Komposition in Beziehung steht. Warum erinnern Motive aus diesem Lied an Gustav Mahlers unvollendete Zehnte Symphonie? Wie stehen beide Werke in Verbindung mit der Überarbeitung der Lieder Alma Mahlers nach der Ehekrise des Sommers 1910, ausgelöst durch ihre Liaison mit Walter Gropius? Warum widmete Alma Mahler das erste Druckexemplar Gropius, als das Lied schließlich – kurz vor ihrer Eheschließung 1915 – in anderer Fassung erschien? Zitate aus dem bislang größtenteils unpublizierten Briefwechsel zwischen Alma Mahler und Walter Gropius sowie unbekannte Noten- und Klangbeispiele geben hierzu neue Einblicke. Im Rahmen des Vortrags wird bisher in Hamburg nicht Erklungenes aus der Feder Gustav Mahlers live zu hören sein.

Eintritt: 15 €, erm. 10 €, Studierende 5 €

Kartenreservierung Tel. 040 890 75 18 · Email: steifensand@gmvh.de · www.gmvh.de