Baubeginn für neues Mahler Museum genehmigt

Seit dem 1. März 2017 sind alle rechtlichen Voraussetzungen für den Baubeginn des Gustav Mahler Museums (und des Fanny und Felix Mendelssohn Museums) im KomponistenQuartier gegeben. Die Bauarbeiten werden im April 2017 beginnen, die Eröffnung wird dann wahrscheinlich im Frühjahr 2018 gefeiert werden können.

Das Gustav Mahler-Museum wird sich hauptsächlich mit Mahlers Hamburger Zeit befassen, seinem Aufstieg zu einem international geschätzten Dirigenten, seinen Kompositionen, seinen Wirkungsstätten und Weggefährten. In den Jahren 1891 bis 1897 hat er das Musikleben der Hansestadt entscheidend geprägt und als Erster Kapellmeister das damalige Stadttheater, den Vorgänger der heutigen Staatsoper, zu Weltruhm geführt. Besucherinnen und Besucher werden aber auch einiges über Mahler als begeisterten Radfahrer erfahren, über Mahler und die Frauen in seiner Hamburger Ära, seine geistige Welt und seinen Übertritt zum katholischen Glauben und schließlich über die Inspiration zum Finalsatz der 2. Sinfonie in St. Michaelis.

Mit dem Hamburger KomponistenQuartier ist ein Ort entstanden, der die lange Musiktradition der Stadt anschaulich erfahrbar macht. Hamburgs Musikgeschichte von der Barockzeit bis zur frühen Moderne kann hier unmittelbar erlebt werden. Bereits seit 2015 existieren die Museen für die Komponisten Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Adolph Hasse, jetzt geht es mit den beiden neuen Museen weiter. Damit wird auch der bauliche Anschluss an das seit 1971 bestehende Johannes-Brahms-Museum geschaffen. Alle diese Komponisten haben wie Gustav Mahler einen besonderen Bezug zu Hamburg.

Unter der Schirmherrschaft von Maestro Kent Nagano, Generalmusikdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters und Chefdirigent der Hamburgischen Staatsoper und der Patenschaft des weltbekannten amerikanischen Baritons Thomas Hampson für das Mahler-Museum wird die Brücke zum großartigen musikalischen Angebot in der Stadt geschlagen.

Die Carl-Toepfer-Stiftung ist Motor und Hauptförderer des KomponistenQuartiers und stellt auch die Baulichkeiten zur Verfügung. Sechs Komponistengesellschaften und die Hochschule für Musik und Theater leisten wichtige konzeptionelle Unterstützung. Die Freie und Hansestadt Hamburg und namhafte weitere Förderer und Stiftungen, die den ersten Projektabschnitt ermöglicht haben, werden sich auch an der jetzt in Angriff genommenen Fertigstellung beteiligen. 590 TSD Euro werden für Umbau und Ausstattung der Museumsräume auf 145 qm veranschlagt. Zusätzliche Förderer und Sponsoren sowie Mitglieder und Unterstützer im Freundeskreis des KomponistenQuartiers werden gesucht und sind sehr willkommen.

Stiftungsratsvorsitzender Clemens Toepfer erläutert: „Wir haben von Anfang an darauf vertraut, im Sinne bürgerschaftlichen Engagements Partner zu gewinnen, die wir für das einzigartige Konzept des KomponistenQuartiers begeistern können. Das Fundament steht, für die multimediale Ausstattung der Museen suchen wir aktuell noch Förderer.“

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